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Neubacher Elisabeth

Neubacher Elisabeth
07Jan2021

Brief an einen Ausgelieferten

Antoine de Saint Éxupery

Brief an einen Ausgelieferten – Bekenntnis einer Freundschaft. Am 13. u. 27. Jänner 2021

Das Jahr 2021 eröffnet Helga Gutwald mit einem Text, den sie bereits in ihrer

Lyrik-Sendereihe präsentiert hat und der zu ihrem „Lebenstext“ geworden ist:

Es ist der bewegende, fiktive literarische Brief, den Antoine de Saint-Exupéry 1941 aus seinem amerikanischen Exil an seinen jüdischen Freund Léon Werth geschrieben hat.

Ein Text, hochpoetisch, essayistisch und politisch gleichermaßen und würdig, ein neues Erzähljahr zu beginnen.

Antoine de Saint-Exupéry, Jahrgang 1900, ist als Schriftsteller und Pilot bekannt geworden. Neben „Wind, Sand und Sterne“, „Südkurier“,  „Die Stadt in der Wüste", „Nachtflug“ hat vor allem "Der kleine Prinz" seinen literarischen Ruhm begründet.

In einem seiner Werke schreibt der leidenschaftliche Flieger:

 „Man ersehnt die Landung auf der Erde wie ein Paradies, und man sucht seine Wahrheit in den Sternen.“

Einer dieser Sterne, nämlich der Asteroid 2578 trägt seit 1975 seinen Namen.

30Dez2020

Rainer Maria Rilke: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

1899, angeregt durch eine familiäre Überlieferung, schreibt Rilke im Alter von 24 Jahren diese Erzählung, die er bis zur Erstveröffentlichung 1904 mehrmals umarbeitet.

1912 wird der kleine Band die erste Nummer der bis heute erfolgreichen Insel-Bücherei. Die erste Auflage war rasch vergriffen, in schnellem Rhythmus folgten immer neue, der Cornet avancierte zum Kultbuch mit Millionenauflage und  legte den Grundstein für den Erfolg des Autors und der unverwechselbaren Buchreihe.

Die Erzählung vom jungen Fahnenträger, der mit großen Augen durch die Schrecknisse eines universellen Krieges taumelt, die erste körperliche Liebe erlebt und einen heroischen, gleichwohl sinnlosen Tod stirbt, hat bis heute nichts von ihrer Sprachschönheit und Gültigkeit verloren.

Die Erzählung Die drei dunklen Könige von Wolfgang Borchert gibt es hier zum Nachhören:

 

16Dez2020

Wolfgang Borchert: Die drei dunklen Könige

Nachkriegsautor nennt man ihn, aber es ist Kriegsliteratur im wahrsten Sinne des Wortes, die er geschrieben hat. Dennoch sind seine Erzählungen mehr als bloße Darstellungen dieser Zeit. Mit ihrer Aussage gehen seine Erzählungen über die damalige Gegenwart hinaus. Sie enthalten Botschaften, die sich an die Zukunft richten.

"Die drei dunklen Könige" besitzt klare Bezüge zur Weihnachtsgeschichte aus dem Neuen Testament im Evangelium nach Matthäus. Neben einer Forderung nach Nächstenliebe enthält die Erzählung auch noch eine Forderung nach Frieden.

"Zwischen Verwüstung und Hoffnung, zwischen Tod und Leben, zwischen Verzweiflung und Gläubigkeit wuchs das Werk Wolfgang Borcherts" schreibt Bernhard Meyer-Marwitz in seinem biographischen Nachwort in Borcherts Gesamtwerk.

Die Erzählungen von Marlen Haushofer gibt es hier zum Nachhören:

18Nov2020

Marlen Haushofer

 

“Wenn Literatur bedeutet, uns gewöhnliche Erfahrungen durch die Sinnlichkeit der Sprache und die Genauigkeit der Beobachtungen neu sehen zu lassen, dann gehört Marlen Haushofer sicher zu den bedeutendsten Autoren unseres Jahrhunderts.”  - ein Zitat aus „Der Tagesspiegel“

Geboren am 11. April 1920 in Frauenstein, gestorben am 21. März 1970 in Wien  – das bedeutet also für heuer ein sozusagen doppeltes Jubiläumsjahr. Und gerade noch rechtzeitig widmet sich Helga Gutwald in 2 Folgen ihrer Sendereihe dieser außergewöhnlichen Schriftstellerpersönlichkeit.

Haushofers  kurze Geschichten kommen zwar oft unscheinbar und harmlos daher, doch gelegentlich verbergen sich in ihnen bereits jene Abgründe, für die  ihre späteren Novellen und Romane bekannt wurden.

Dennoch finden sich Humor und Witz darin, spielerische Selbstironie ebenso wie  bissige Satire.

Und genau solche Erzählungen hat Helga Gutwald für ihre Sendungen aufgespürt.

Ihr dürft gespannt sein!

Teil 1 hört ihr am 18. November und Teil 2 am 2. Dezember. Wie immer um 20:30.

 

Die Pechbrenner von Adalbert Stifter gibt es hier zum Nachhören:

 

 

07Okt2020

Adalbert Stifter: Die Pechbrenner Teil 1

In ihrer neuen Sendereihe PERLEN DER ERZÄHLKUNST widmet sich Helga Gutwald als erstes

Adalbert Stifter und seiner Erzählung Die Pechbrenner  

Adalbert Stifter, geboren am 23. Oktober 1805 in Oberplan (Böhmen) und gestorben am 28. Januar 1868 in Linz, österreichischer Dichter, Autor, Pädagoge, aber auch Maler, gilt als bedeutender Vertreter des Biedermeier, was sich vor allem durch die detaillierten Schilderungen der Natur, des Privaten und des Häuslichen und Heimatlichen in epischer Breite in seinen Werken nachempfinden lässt.

Von manchen bloß als langatmiger und leidenschaftsloser Naturdarsteller gesehen, entdecken andere in ihm einen Vorboten der Moderne mit einem feinen Sinn für das Abgründige.

Bestes Beispiel dafür ist seine Erzählung „Die Pechbrenner“, die er 1852 zur Erzählung „Granit“ deutlich umgeformt und entschärft hat.

„… wer würde schon einem Stifter naturalistische Kraßheiten zutrauen wie etwa die: daß beispielsweise zwei jungen Überlebenden, einer fast am Verhungern, der Hunger vergeht im Verwesungsgestank der Pestleichen. wer würde schon dem Pädagogen Stifter zutrauen, daß ein Vater seinen kleinen Sohn zum Tod bestimmt zur Strafe dafür, daß er als unbeirrbarer Samariter Pestkranken zu essen gebracht hat. siehe auch die Gewalttätigkeit der ins Hochland geflüchteten Gesunden, als Infizierte zu ihnen hinansteigen! ….“ schreibt  Julian Schutting  in dem Artikel

„Ein recht anderer Adalbert Stifter, Etwas wie eine Rezension.“

Lasst euch diese literarische Kostbarkeit nicht entgehen!

Die Teile 2 und 3 hört ihr am 21. Oktober und am 4. November.

21Okt2020

Adalbert Stifter: Die Pechbrenner Teil 2

In ihrer neuen Sendereihe PERLEN DER ERZÄHLKUNST widmet sich Helga Gutwald als erstes

Adalbert Stifter und seiner Erzählung Die Pechbrenner

Adalbert Stifter, geboren am 23. Oktober 1805 in Oberplan (Böhmen) und gestorben am 28. Januar 1868 in Linz, österreichischer Dichter, Autor, Pädagoge, aber auch Maler, gilt als bedeutender Vertreter des Biedermeier, was sich vor allem durch die detaillierten Schilderungen der Natur, des Privaten und des Häuslichen und Heimatlichen in epischer Breite in seinen Werken nachempfinden lässt.

Von manchen bloß als langatmiger und leidenschaftsloser Naturdarsteller gesehen, entdecken andere in ihm einen Vorboten der Moderne mit einem feinen Sinn für das Abgründige.

Bestes Beispiel dafür ist seine Erzählung „Die Pechbrenner“, die er 1852 zur Erzählung „Granit“ deutlich umgeformt und entschärft hat.

„… wer würde schon einem Stifter naturalistische Kraßheiten zutrauen wie etwa die: daß beispielsweise zwei jungen Überlebenden, einer fast am Verhungern, der Hunger vergeht im Verwesungsgestank der Pestleichen. wer würde schon dem Pädagogen Stifter zutrauen, daß ein Vater seinen kleinen Sohn zum Tod bestimmt zur Strafe dafür, daß er als unbeirrbarer Samariter Pestkranken zu essen gebracht hat. siehe auch die Gewalttätigkeit der ins Hochland geflüchteten Gesunden, als Infizierte zu ihnen hinansteigen! ….“ schreibt  Julian Schutting  in dem Artikel

„Ein recht anderer Adalbert Stifter, Etwas wie eine Rezension.“

Lasst euch diese literarische Kostbarkeit nicht entgehen!

Den ersten Teil gibt es hier zum Nachhören:

Teil 3 hört ihr am 4. November.

03Jun2020

Goethe und sein „West-östlicher Divan“

Neben dem viel beachteten Faust gibt es ein Werk Goethes, dem bisher nicht ganz so viel Popularität und Aufmerksamkeit beigemessen wurde, wie anderen Veröffentlichungen seiner Zeit:  DER WEST- ÖSTLICHE DIVAN.

Gerade dieses Werk aber hat nicht nur literarisch, sondern auch inhaltlich, in den letzten Jahren durch die immer wiederkehrende Auseinandersetzung der Westlichen mit der Östlichen Welt, insbesondere mit dem Islam, an Bedeutung hinzugewonnen.

Der «West-östliche Divan», mit rund 250 Gedichten ist das umfangreichste lyrische Werk Goethes.

Zudem aber ist er mehr als eine reine Sammlung von Gedichten. Er ist eine Hommage an den persischen Dichterfürsten Hafis,  ein poetisches Zwiegespräch über die Länder und Jahrhunderte  hinweg, umgeben vom Glanz einer großen  Liebespassion zu der jungen Marianne von Willemer.

Die Sendung über Maria Luise Weissmann gibt es hier zum Nachhören:

20Mai2020

Maria Luise Weissmann

Die Epoche des Expressionismus ist eine literarische Bewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Literatur war geprägt von modernen Themen und Formen, von ausdrucksvollen rhythmischen Texten in einer stark metaphorischen Sprache.
In einer von männlichen Sichtweisen dominierten Zeit war es nur wenigen Autorinnen möglich, sich professionell zu etablieren.
Helga Gutwald will in der aktuellen Folge die zu Unrecht in Vergessenheit geratene junge und leider viel zu früh verstorbene Dichterin Maria Luise Weissmann und ihr lyrisches Werk den Zuhörerinnen und Zuhörern ihrer Sendereihe wieder zugänglich machen und die Bedeutung ihres Werks aufzeigen.

Die Sendung zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen gibt es hier zum Nachhören:

06Mai2020

Erinnern heißt Bewusstsein und Beweglichkeit

Am 5. Mai 1945 wurde das Konzentrationslager Mauthausen in Oberösterreich von der US Army befreit. Im KZ Mauthausen wurden mehr als 200 000 Menschen interniert, etwa 100 000 Häftlinge wurden ermordet.

Der Nationalrat erklärte 1997 den 5. Mai zum nationalen Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Diesem Gedenktag ist Helga Gutwalds aktuelle Sendung gewidmet.

Die letzte Sendung  gibt es wie immer hier zum Nachhören:

22Apr2020

Ein Garten ist mehr als die Summe seiner Pflanzen

G wie grüne Lebensoase
A wie Arbeit wird zum Hobby
R wie Ruhepol des stressigen Alltags
T wie Tapetenwechsel des Gemüts
E wie Er hält die Seele gesund
N wie Nervennahrungsgrundstück
Helga Gutwald zeigt euch in ihrer aktuellen Sendung an Hand von Gedichten verschiedener Lyriker die Schönheiten der Gartenwelten.

 

Die Sendung über Alfons Petzold gibt es hier zum Nachhören:

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