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16Jan2019

„Vor gut 10 Jahren habe ich ihre Gedichte entdeckt und sie haben mich mit ihrer außergewöhnlichen Reife, Emotionalität und Musikalität sofort fasziniert und zutiefst berührt.“, sagt Helga Gutwald über die Lyrik von Selma Meerbaum-Eisinger aus Czernowitz, die nur 18 Jahre alt wurde.

Diese Gedichte, Zeugnisse einer Zeit, in der Unmenschlichkeit und gnadenloser Rassenwahn herrschte, drücken trotzdem Hoffnung und Lebenswillen aus, was ihrem Werk zeitlose Gültigkeit und Aktualität verleiht.  

Sie erzählen von den Sehnsüchten und Träumen eines jungen Mädchens an der Schwelle zum Erwachsensein und über das zarte Glück der ersten Liebe. Die Ehrfurcht vor der Schönheit und lebendigen Kraft der Natur sind genauso Thema wie die Allgegenwart von Tod, Trauer und Angst. –

IM GEDENKEN AN DEN 27.JÄNNER 1945, DEM TAG DER BEFREIUNG DES KONZENTRATIONSLAGERS AUSCHWITZ!

Die Sendung von letzter Woche gibt es wie immer hier zum Nachhören.

28Feb2018

„Wenn ich nicht liebe, bin ich nicht ich selbst… Ich bin so wenig ich selbst…“
Wenn von russischer Literatur die Rede ist, fallen ganz schnell die Namen Tschechow, Puschkin, Dostojewski und Tolstoi.
Marina Zwetajewa jedoch kennt man kaum, obwohl sie zu den großen Lyrikerinnen der Moderne zählt.
Ihre Gedichte sind oft radikal, voll des Gefühls, des Dunklen und Schicksalhaften und spiegeln ihr ganzes dramatisches Leben wider.
Als sie sich 1941 mit 49 Jahren das Leben nimmt, hinterlässt sie ein riesiges Werk von Gedichten, Versdramen und Prosaarbeiten.
Die Sendung der Vorwoche gibt’s hier zum Nachhören.

 

21Feb2018

„Seid Menschen!
Habt Herz!
Menschlichkeit ist Hass und Abwehr gegen Dürftigkeit und Gemeinheit,
ist Liebe zum Schönen, Wahren und Ewigen und Wille zum Wesentlichen.“
Das sagte der ironische Bohemien, Anarchist und unerbittliche Rebell, Menschenfreund und Poet Erich Kurt Mühsam (1878-1934), dessen Texte ich, ständig auf der Suche nach interessanten Schriftstellern, durch Zufall „entdeckt“ habe.
Und ich finde, diese Worte sollten alle Menschen zutiefst beherzigen, gerade in Zeiten wie diesen.
Hört also zu, was er zu sagen hatte:

Wie immer könnt ihr die letzte Folge hier nachhören.

14Feb2018

Unser Geist ist himmelblau,
Führt dich in die blaue Ferne,
Zarte Klänge locken dich
Im Gemisch von andern Tönen.
Lieblich sprechen wir hinein,
Wenn die andern munter singen;
Deuten blaue Berge, Wolken,
Lieben Himmel sänftlich an,
Wie der letzte leise Grund
Hinter grünen frischen Bäumen.
(Ludwig Tieck)
Kaum eine andere Farbe hat bis heute so viele Künstler und Dichter inspiriert, und ihre Phantasie beflügelt, wie die Farbe BLAU.
Und deshalb habe ich dieses Mal Dichterinnen und Dichter ausgesucht, die in immer neuen Versen die verschiedensten atmosphärischen Spielarten dieser Farbe sprach-u. bildmächtig besungen haben.

Und solltet ihr die letzte Sendung nicht gehört haben, hier könnt ihr das nachholen:

17Jan2018

„Der gesunde Verstand sagt uns, dass die Dinge der Erde nur sehr wenige Realität besitzen und dass es wahre Wirklichkeit nur in den Träumen gibt.“

Das sagte der 1821 geborene französische Dichter Charles Baudelaire, um den es in der aktuellen Folge von Helga Gutwalds Sendereihe „Gedichte sind gemalte Fensterscheiben“ geht.
Und sein Schriftstellerkollege Gustave Flaubert, Schöpfer des Romans „Madame Bovary“, beschrieb Baudelaires Gedichte aus dem Zyklus „Les Fleurs du Mal“ – „Die Blumen des Bösen“ mit folgenden Worten:
"Sie sind hart wie Marmor und durchdringend wie der englische Nebel"

Folgt ihr also in die Welt dieser abgründigen, bizarren, morbiden, erotischen und sprachmagischen „Blumen des Bösen“.

Die Sendung der letzten Woche gibt‘s hier zum Nachhören.

 

10Jan2018

Als merkwürdig zerrissene und vielschichtige Persönlichkeit tritt er einem entgegen, der Dichter um den es am Mittwoch in Helga Gutwalds Sendereihe „Gedichte sind gemalte Fensterscheiben“ geht.

Paul Verlaine – Dichterfürst und Bürgerschreck, feinsinniger Poet und alkoholsüchtiger Gewaltmensch, Ehemann und Homosexueller, Melancholiker und Sarkast – vor allem aber ein bis in unsere Zeit faszinierender Lyriker, Wortzauberer und Schöpfer höchst musikalischer Verse.

Die Sendung über seinen Geliebten Arthur Rimbaud gibt’s hier zum Nachhören.

03Jan2018

"Durch die blauen Abende des Sommers werde ich gehen,
in den von Korn stechenden Wegen das zarte Gras zertreten.
Ich Träumer."

Für die Surrealisten und Expressionisten war er ein Star, der Heißsporn mit dem wirren Haarschopf und den zarten Gesichtszügen. Er galt als Wunderkind und wurde zum enfant terrible, das rast- und ruhelos durch die Welt zog, ausschweifend lebte und keine 40 Jahre alt wurde.
Die Rede ist von Arthur Rimbaud, auf dessen Spuren Helga Gutwald mit euch am Mittwoch um 20:30 Uhr wandeln wird.

Und wenn ihr die letzte Sendung versäumt habt – hier könnt ihr sie nachhören!

21Dez2017

Ich bin blind, ihr draußen, das ist ein Fluch,
ein Widerwillen, ein Widerspruch,
etwas täglich Schweres.
Ich leg meine Hand auf den Arm der Frau,
meine graue Hand auf ihr graues Grau,
und sie führt mich durch lauter Leeres. …..

So lautet die erste Strophe eines Gedichtes von Rainer Maria Rilke, der nun schon zum dritten Mal in Helga Gutwalds Sendereihe „zu Gast“ ist.
Diesmal gibt es Gedichte, in denen es um ein ganz bestimmtes Thema geht.
Lasst euch überraschen und hört zu: am Mittwoch, 20:30 Uhr!

13Dez2017

Liebe Freundinnen und Freunde der Poesie – diesmal ist unsere Ankündigung ein kleines Rätsel: Von wem stammt wohl das folgende Gedicht?

Die Nachtigall
Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.
 
Sie war doch sonst ein wildes Blut;
Nun geht sie tief in Sinnen,
Trägt in der Hand den Sommerhut
Und duldet still der Sonne Glut
Und weiß nicht, was beginnen.
 
Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.

Wer es wissen möchte, der muss am 13.12. um 20:30 Uhr Radio B138 einschalten und zuhören, da geht’s nämlich um diesen bekannten deutschen Dichter. Die Sendung der letzten Woche gibt es wieder hier zum Nachhören.

16Nov2017

Jacques Prévert - zum ersten und zum zweiten! Und auch am 06.12. sind Reisebegleiterinnen und –begleiter wieder herzlich eingeladen, mit Helga Gutwald noch einmal durch seine lyrische Welt zu wandern. Die Sendung von letzter Woche – hier zum Nachhören!

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