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08Mai2019

Ein Dichter ist immer im Dienst. Auch unterwegs oder gerade unterwegs sammelt er Eindrücke, um sie in Gedichten zu verarbeiten. Dabei spielt die Geschwindigkeit keine Rolle. Ob zu Fuß, mit der Bahn oder dem Flieger und egal wohin die Reise geht: die Gedanken sind bekanntlich frei und laufen bei Dichtern in den merkwürdigsten Bahnen.
Lasst euch also von den Gedichten überraschen, die Helga Gutwald diesmal für euch ausgesucht hat.

Die Sendung über Joseph Roth gibt es hier zum Nachhören:

24Apr2019

Welch ein Leben: Vom jüdischen Außenseiter aus Ostgalizien zum Wiener Studenten und Weltkriegssoldaten, vom Starjournalisten der Weimarer Republik zum österreichischen Literaten mit Weltruhm, der als verlorener Trinker im Pariser Exil stirbt.
Ein großer Romancier, ein wunderbarer Feuilletonist, ein trinkender Filou, ein Lügenbaron à la Münchhausen, ein Humanist und politischer Träumer…...

All das und noch viel mehr kann man über ihn sagen.
Dass er in seinen jungen Jahren auch Gedichte geschrieben hat, geriet über seine großen Prosawerke gänzlich in Vergessenheit.
Helga Gutwald hat einige von den wenigen, die erhalten geblieben sind, wieder ausgegraben.

Die Sendung über Gotthold Ephraim Lessing gibt es hier zum Nachhören:

Bildcredits:

http://cambridgeforecast.wordpress.com/2006/09/, Gemeinfrei, Link

27Mär2019

Er war eine faszinierende Persönlichkeit: Perfektionist, Querdenker, Theatererneuerer, ein kluger Kopf mit scharfer Zunge und sensiblem Herzen – ein „Freigeist“. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an
Kaum einer hat die Entwicklung von Literatur und Theater in Deutschland so nachhaltig beeinflusst wie Gotthold Ephraim Lessing (1729 bis 1781).
Er schrieb die ersten Literaturkritiken und kämpfte mit spitzer Feder für ein freies Theater, das nicht mehr das Leben bei Hofe, sondern den Alltag der Bürger thematisiert. Sein Eintreten für Freiheit und Toleranz - auch in Glaubensfragen - machten ihn zum führenden Vertreter der deutschen Aufklärung.
Helga Gutwald möchte euch diesmal in ihrer Sendung seine Lyrik näher bringen, die ja eher als Nebenwerk seines ganzen Schaffens ist.

Die Sendung über Frriederike Kempner gibt es hier zum Nachhören:

13Mär2019

Die Poesie, die Poesie,
die Poesie hat immer recht.
Sie ist von höherer Natur,
von übermenschlichem Geschlecht.

Und kränkt ihr sie, und drückt ihr sie,
sie schimpfet nie, sie grollet nie,
sie legt sich in das grüne Moos,
beklagend ihr poetisch Los!

Die Schöpferin dieser Verse verband ihr soziales Engagement mit schöngeistiger schriftstellerischer Tätigkeit.
Sie war als Autorin von Novellen, Dramen und Streitschriften bekannt, ihre Liebe aber galt der Lyrik, und der Vortrag ihrer überschwänglichen Gedichte wurde fester Bestandteil geselliger Abende. Man gab ihr den Beinamen „die schlesische Nachtigall“ und bezeichnete sie noch zu Lebzeiten als „Genie der unfreiwilligen Komik“. Als diese ist sie bis heute bekannt.
Die Rede ist von Friederike Kempner, der in dieser Woche Helga Gutwalds Lyriksendung gewidmet ist.

Die Sendung vom 27. Februar gibt es hier zum Nachhören:

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27Feb2019

„Eins zwei drei, im Sauseschritt
Läuft die Zeit; wir laufen mit.“ –
So heißt es in einer der Bildgeschichten Wilhelm Buschs.
Und es bleibt uns ja gar nichts anderes übrig, als mitzulaufen, denn anhalten lässt sie sich nicht, die Zeit, und damit einhergehend: das Älterwerden.
Dazu kommt, dass die Zeiten sich laufend ändern. Wenn man 50 Jahre und mehr erlebt hat, hat man eine ordentliche Wegstrecke hinter sich mit vielen Erfahrungen und Erlebnissen.
Seneca hat sich 43 n.Ch. in seinem Essay „De brevitate vitae“ (Das Leben ist kurz) darüber Gedanken gemacht und schreibt:
„….Wir erhalten kein kurzes Leben, sondern machen es dazu, wenn wir verschwenderisch damit umgehen. Jeder der sein Leben überstürzt, indem er das Zukünftige herbeisehnt, das Gegenwärtige aber zu wenig wertschätzt, leidet. Wer jedoch jeden Tag so gestaltet, als sei es der letzte in seinem Leben, braucht das Morgen weder herbei zu wünschen noch zu fürchten….“
In der 68.Folge ihrer Sendereihe lädt euch Helga Gutwald ein, sich dem Thema Zeit und Älterwerden auf dem Weg der Poesie zu nähern.

Hier gibt es den zweiten Teil über Max Herrmann Neiße zum Nachhören:

13Feb2019

Else Lasker-Schüler sah sich ihm seelisch nahe, Oskar Loerke, Carl Sternheim, Alfred Döblin achteten ihn und lobten sein Werk, sein bester Freund war der Vagabund und Poet Joachim Ringelnatz.

Von den Nationalsozialisten aus seiner Heimat vertrieben, ist er zum Exildichter schlechthin geworden. Körperlich klein und verkrüppelt – als Schriftsteller einer der größten: Max Herrmann-Neiße. Sein Leiden hat ihn zur Literatur geführt, sein Schreiben ihm ein Leben erst ermöglicht. Freilich ein Leben voll tief empfundener Spannungen, ein Leben der Unrast und der Unruhe, voll von Sprüngen und Brüchen.

Stets war er ein Ausgestoßener, der Anerkennung suchte, ein Exzentriker, den es zum Kollektiv drängte, ein antibürgerlicher Radikaler, der auf Humanität baute.

In der Verbannung stellte Max Herrmann-Neiße das Gefühl der Fremdheit bewusst in den Mittelpunkt seines Werkes – gepaart mit der Sehnsucht nach Heimat und dem niederschmetternden Gefühl, nie wieder nach Deutschland zurückkehren zu können

Nach seinem Tod geriet er in Vergessenheit, wurde erst Anfang der 1980iger Jahre neu entdeckt.

Nun  stellt euch Helga Gutwald in zwei Folgen ihrer Sendereihe sein umfangreiches lyrisches Werk vor.

Den ersten Teil gibt es hier zum Nachhören:

30Jan2019

Else Lasker-Schüler sah sich ihm seelisch nahe, Oskar Loerke, Carl Sternheim, Alfred Döblin achteten ihn und lobten sein Werk, sein bester Freund war der Vagabund und Poet Joachim Ringelnatz.

Von den Nationalsozialisten aus seiner Heimat vertrieben, ist er zum Exildichter schlechthin geworden. Körperlich klein und verkrüppelt – als Schriftsteller einer der größten: Max Herrmann-Neiße. Sein Leiden hat ihn zur Literatur geführt, sein Schreiben ihm ein Leben erst ermöglicht. Freilich ein Leben voll tief empfundener Spannungen, ein Leben der Unrast und der Unruhe, voll von Sprüngen und Brüchen.

Stets war er ein Ausgestoßener, der Anerkennung suchte, ein Exzentriker, den es zum Kollektiv drängte, ein antibürgerlicher Radikaler, der auf Humanität baute.

In der Verbannung stellte Max Herrmann-Neiße das Gefühl der Fremdheit bewusst in den Mittelpunkt seines Werkes – gepaart mit der Sehnsucht nach Heimat und dem niederschmetternden Gefühl, nie wieder nach Deutschland zurückkehren zu können

Nach seinem Tod geriet er in Vergessenheit, wurde erst Anfang der 1980iger Jahre neu entdeckt.

Nun  stellt euch Helga Gutwald in zwei Folgen ihrer Sendereihe sein umfangreiches lyrisches Werk vor.

 

16Jan2019

„Vor gut 10 Jahren habe ich ihre Gedichte entdeckt und sie haben mich mit ihrer außergewöhnlichen Reife, Emotionalität und Musikalität sofort fasziniert und zutiefst berührt.“, sagt Helga Gutwald über die Lyrik von Selma Meerbaum-Eisinger aus Czernowitz, die nur 18 Jahre alt wurde.

Diese Gedichte, Zeugnisse einer Zeit, in der Unmenschlichkeit und gnadenloser Rassenwahn herrschte, drücken trotzdem Hoffnung und Lebenswillen aus, was ihrem Werk zeitlose Gültigkeit und Aktualität verleiht.  

Sie erzählen von den Sehnsüchten und Träumen eines jungen Mädchens an der Schwelle zum Erwachsensein und über das zarte Glück der ersten Liebe. Die Ehrfurcht vor der Schönheit und lebendigen Kraft der Natur sind genauso Thema wie die Allgegenwart von Tod, Trauer und Angst. –

IM GEDENKEN AN DEN 27.JÄNNER 1945, DEM TAG DER BEFREIUNG DES KONZENTRATIONSLAGERS AUSCHWITZ!

Die Sendung von letzter Woche gibt es wie immer hier zum Nachhören.

02Jan2019

A, a, a, der Winter ist da.
Herbst und Sommer sind vergangen,
Winter, der hat angefangen,
A, a, a, der Winter ist da.

Obwohl die karge, kalte Jahreszeit nicht gerade ein Freudenfest ist, können doch viele Menschen dem Winter auch Positives abgewinnen. So wie die Dichter, die hinter die Dinge schauen, uns andere Perspektiven zeigen, den Winter mit all seiner Schönheit, aber bisweilen auch mit seinem Schrecken einfangen und uns mit ihren Gedanken wunderbar auf die kalte Jahreszeit einstimmen.

In der ersten Sendung des Jahres 2019 könntet ihr bei Kerzenschein, einer Tasse Tee oder einem Glas Glühwein, eingemummelt in eine kuschelige Decke, beim Blick aus dem Fenster, wenn es denn schneit, die tanzenden Schneeflocken beobachten und sich von Helga Gutwald Wintergedichte vorlesen lassen.

Hier gibt es die letzte Sendung zum Nachhören:

 

11Dez2018

„Es gibt ein Buch, das heißt

Die Enzyklopädie der Engel.

Fünfzig Jahre lang hat es niemand geöffnet.

Das weiß ich genau, denn als ich es aufschlug,

knackte es in den Deckeln, und die Seiten

fielen auseinander. Dort entdeckte ich, ………“ (Charles Simic)

In ihrer letzten Sendung vor Weihnachten wandelt Helga Gutwald auf den Spuren der Engel, dieser geflügelten, leuchtenden anthropomorphischen Wesen, wie sie von vielen Menschen gesehen werden.

Doch auf die Nachfrage, was denn ein Engel nun genau ist, darüber gibt es sehr unterschiedliche Antworten. Und genauso haben sich Dichterinnen und Dichter unterschiedlichste poetische Gedanken über die Engel gemacht.

Die Sendung über Stefan Zweig gibt es hier zum Nachhören:

 

 

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