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27Jan2017

Großer Zuspruch der Bildungseinrichtungen für partizipatives, unabhängiges und werbefreies Radio.

Erneut wird den Freien Radios in hohem Maße Qualität attestiert.
Bei der Verleihung des Radiopreises für Erwachsenenbildung gingen gleich zwei von von fünf Auszeichnungen an den Sektor der gemeinnützigen, werbefreien und unabhängigen Sender.
Von 18 nominierten Sendungen kommen 7 von Freien Radios. „Wir freuen uns über den deutlichen Zuspruch durch Einrichtungen der Erwachsenenbildung“, sagt Dr.in Helga Schwarzwald. „Anerkennung aus der Fachwelt ist für viele RadiomacherInnen besonders motivierend. Wir hoffen aber auch auf eine entsprechende Medienpolitik“, so die Geschäftsführerin des Verband Freier Radios Österreich.

Ausgezeichnet wurden in der Sparte Interaktive und experimentelle Produktionen „50 Hz – gefragt, gesagt, gespielt, gehört“, eine Sendung von Adele Knall, Ammar Nasser, Lisa Puchner, Miriam Hübl, Shafiq Islami und Teresa Schwind, Radio Orange 94.0 und in der Kategorie Sendereihen „Oral History: LEBENSWEGE - Hörbilder“, eine Sendereihe des Freien Radios Salzkammergut.

Der Bedarf nach qualitätsvollen Sendungen, die mit aktiver Beteiligung der Bevölkerung zustandekommen, ist gerade in Zeiten politischer Umbrüche evident. Mit ihrem partizipativen Ansatz entsprechen Freie Radios mehr als andere traditionelle Medien einem neuen Demokratieverständnis, das nach mehr politischer Teilhabe verlangt. Insgesamt sind über 2700 BürgerInnen bei Freien Radios als Medienschaffende tätig und stärken durch den Erwerb von Medienkompetenz indirekt verloren gegangenes Vertrauen in „die Medien“.

Der Verband Freier Radios Österreich fordert daher, den öffentlichen Wert Freier Radios auch verstärkt medienpolitisch anzuerkennen und entsprechend abzusichern. „Die nicht-kommerzielle Herstellung von politischer Öffentlichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Meinungsbildung. Sie muss konsequenter anerkannt und gefördert werden“, schließt Schwarzwald.

Rückfragehinweis: Dr.in Helga Schwarzwald | Geschäftsführung | Verband Freier Radios Österreich Kandlgasse 6/1-3, 1070 Wien | +43 (0) 680 236 8889 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.freie-radios.at


Verband Freier Radios Österreich | www.freie-radios.at | Der Verband Freier Radios Österreich wurde 1993 lange vor der Legalisierung des privaten Rundfunks als gemeinsame Interessensvertretung Freier Radios gegründet. Freie Radios sind gemeinnützige, werbefreie und unabhängige Medienorganisationen. Sie bieten prinzipiell jedem Mitglied unserer Gesellschaft die Möglichkeit, selbst Radio zu machen und so an der Erzeugung demokratischer Öffentlichkeit mitzuwirken. Rundfunkrechtlich sind die Freien Radios als private Hörfunkveranstalter nach dem Privatradiogesetz lizenziert. (Alle Freien Radios Österreichs: www.freie-radios.at/radios.html).

08Apr2016

Im Arbeitsjahr 2016 führen wir gemeinsam mit unseren Partnerradios Freies Radio Freistadt und Freequenns eine wissenschaftliche Studie durch, die die Rolle ländlicher Radios beleuchten soll. „Wirkungsradios“ ist das monatliche Radioformat zur Studie, das über die Inhalte und Ergebnisse berichtet.

In der Sendung am Freitag, den 8. April um 16:07 informieren die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen Eva Seebacher und Julian Ehrenreich über das Studiendesign und die Erkenntnisse aus der Literaturrecherche.

Mehr Infos zur Studie findest du hier.

Hier kannst du die Sendung nachhören:

12Okt2015

Der „Schulradio-Tag 2015“ findet am Montag, den 30. November bereits zum dritten Mal statt. In der Zeit zwischen 9 – 17 h wird auf allen Freien Radios in Österreich ein Gemeinschaftsprogramm zu hören sein, das wie schon im letzten Jahr von Radio B138 in Kirchdorf an der Krems technisch (via Audio Streams) betreut wird. Die organisatorische Koordination obliegt heuer radio AGORA 105,5 aus Klagenfurt/Celovec. Unterstützt wird das Projekt wie immer von der Radiobox.

Im Mittelpunkt des Programms stehen Radiosendungen, die von und mit SchülerInnen bzw. Schulen gemeinsam mit Freien Radios für diesen Tag erarbeitet wurden. Die live moderierten oder vorproduzierten Beiträge mit einer Dauer von ca. 25 Minuten sollen die Vielfalt und die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten von Audiobeiträgen aufzeigen und auch ihren Einsatz als mögliche Lernmethode im Unterricht bewusster machen.

Die audiovisuelle Medienerziehung ist seit vielen Jahren in aller (bildungsrelevanter) Munde, wenn es um die kritische schulische und außerschulische Herangehensweise an „Neuen Medien“, deren technische Handhabung, aber auch das inhaltliche Verstehen dieser komplexen „Kastln“ und deren (Aus)Wirkung auf die Gesellschaft geht. Während die visuelle Ebene oft „oberflächig“ und auf den ersten Blick beeindruckt, erschließt sich der auditive Bereich subtiler. Er bedarf einer tiefer gehenden Herangehensweise, um einerseits für das Hören - und damit auch für das Zuhören - zu sensibilisieren und andererseits, um die facettenreichen Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten von Audioproduktionen auch in Zusammenhang mit dem neuen Bereich des Cross Media Publishing zu entdecken und zu nutzen.

Die Vermittlung von Medienkompetenz in Zusammenarbeit mit Schulen im regionalen Umfeld ist je nach Ressourcen und Standort der Sender unterschiedlich stark entwickelt. Die AG Schulradio als interne Plattform innerhalb der 14 Freien Radios in Österreich verfolgt den Anspruch, die bestehenden Kooperationen auszubauen und sie in Form eines jährlichen Schulradio-Tages „österreichweit“ sichtbar - d. h. „hörbar“ - zu machen. Medienbildung ist auch politische Bildung. Stichworte wie „zu Wort kommen“, „unsere Meinung zu sagen“ und diese im „öffentlichen Raum zu artikulieren“ beschreiben die Teilnahme am gesellschaftlich notwendigen Diskurs.

Sie verlangen aber auch fundierte Grundkenntnisse der Medienpraxis. Wie junge Menschen dies in ihren Radiobeiträgen umsetzen, soll den HörerInnen speziell an diesem Schulradio-Tag und darüber hinaus in weiteren regelmäßigen Sendereihen der einzelnen Freien Radios näher gebracht werden.

30Nov2015

Der SCHULRADIOTAG ist ein gemeinsames Projekt der Freien Radios und wurde am 30. November 2015 bereits zum dritten Mal durchgeführt.

An diesem Aktionstag nehmen Schülerinnen und Schüler der verschiedensten Alters- und Schulstufen teil. Von neun bis 17 Uhr präsentieren sie Radiobeiträge, die sie mit Unterstützung ihres jeweiligen Freien Radios eigens für diesen Tag produziert haben. An der medienpädagogischen Produktion von Schulradiobeiträgen und -sendungen werden sich heuer elf Freie Radios aus ganz Österreich aktiv beteiligen und für das achtstündige Programm Beiträge und Sendungen zur Verfügung stellen. Alle 14 Freien Radios haben die Übernahme des Programms am Ausstrahlungstag zugesagt.

Um den Entwicklungen und Veränderungen in einer mediatisierten Welt Rechnung zu tragen, leisten die Freien Radios mittels der Radioworkshops für Kinder und Jugendliche – und hier vor allem im Rahmen der Zusammenarbeit mit Schulen - einen wertvollen Beitrag in der Vermittlung von Medienkompetenz. Die Radioarbeit an den Schulen ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, an der Medienproduktion unmittelbar teilzuhaben. In der Gestaltung eigener Radiobeiträge erkennen sie Handlungsmöglichkeiten des eigenen Tuns und des eigenen kreativen Schaffens, sie erkennen Mechanismen der Mediengestaltung und können so das aktuelle Mediengeschehen reflektierter wahrzunehmen.

Medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein beständiger Teilbereich freier Radioarbeit. Mit der verdichteten Präsentation der Produkte dieser Arbeit wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Stimme von Kindern und Jugendlichen zu verstärken und sie in den öffentlichen Diskurs aktiv einbinden.

Nähere Infos zum Schulradiotag und über die Einsatzmöglichkeiten des Mediums Radio als Lernform gibt es auf der RADIOBOX | Radio als Lernform.

23Jul2015

Der Gesetzgeber hat Freie Radios in Österreich anerkannt. Allerdings zwängt er sie in ein duales Rundfunksystem: ORF und „privater Rundfunk“. Er schmeißt uns mit jenen, zu denen wir inhaltlich am wenigsten passen, nämlich den werbefinanzierten Privatradios, in einen Topf.

Die Freien Radios sind schon 2010 für ein dreiteiliges Rundfunksystem eingetreten, was am mangelnden politischen Willen scheiterte. Dass der private nichtkommerzielle Hörfunk aber in das Privatradiogesetz aufgenommen wurde, ist ein Riesenerfolg der Freien Radios. Dass in Österreich von einem dualen Rundfunksystem gesprochen wird, hat medienhistorische Gründe. Als eines der letzten Länder Europas musste Österreich durch EuGH-Entscheid das Rundfunkmonopol des ORF aufgeben. Die medienpolitische Vormachtstellung des ORF hat damit aber nicht aufgehört. Es folgten zwar Werbebeschränkungen für den ORF, neue Frequenzplanungen, Einschränkungen des ORF bei Social Media Aktivitäten usw. Der ORF ist aber nach wie vor überaus dominant am österreichischen Markt und in den Köpfen vertreten.

Das Problem für die Freien Radios besteht darin, dass man immer wieder vergessen will, dass es in der österreichischen Medienlandschaft eben auch private nichtkommerzielle Anbieter_innen gibt. Unsere Kriterien in der Programmgestaltung sind keine gewinnorientierten, sondern solche der Meinungsvielfalt, die durch breite Partizipation von medial unterrepräsentierten Menschen bzw. Meinungen entsteht. Meinungsvielfalt ist auch ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe von Frequenzen, also eine Grundbedingung für den Betrieb von Hörfunk. Dennoch zwingt der wirtschaftliche Druck die privat-kommerziellen Anbieter_innen immer mehr zum austauschbaren Format. Was dabei auf der Strecke bleibt, ist die Meinungsvielfalt, aber auch die Qualität der Berichterstattung.

So hat nunmehr eine Qualitätsdebatte begonnen. Wie gesagt, der finanzielle Druck auf privat-kommerzielle Anbieter ist groß. Darum hat der Bund auch für diese den Fördertopf zur Förderung des privaten Rundfunks eingerichtet, der mit 15 Millionen Euro 5x so hoch dotiert ist wie jener der Freien Medien. Sinn des Fonds ist die Förderung der Qualität und darum ist es nur zu verständlich, dass diese auch eingefordert wird und die Frage auftaucht, woran man Qualität im Rundfunk festmachen kann. Wenn nun diskutiert wird, wie man diese im privaten Rundfunk verbessern kann, dann sind sowohl wir als Freie Radios als auch die privat-kommerziellen Anbieter_innen gemeint, wobei meist nur Funktionsweisen werbefinanzierter Privatradios in vielen Köpfen sind.

Es wird immer klarer: Wenn der Gesetzgeber und die handelnden Akteur_innen die Qualität im gesamten österreichischen Rundfunksystem verbessern wollen, kommen sie nicht umhin, die Unterschiede zwischen den privat-kommerziellen und privat-nichtkommerziellen Rundfunkbetreiber_innen konsequent zu Ende zu denken und zu berücksichtigen. Da wäre es doch nur sinnvoll auch auf gesetzlicher Ebene endlich zu dem über zu gehen, was seit Jahren Realität ist: ein nach jeweils unterschiedlichen Konzepten funktionierendes dreiteiliges Rundfunksystem.

Ein Kommentar von Markus Schennach und Helga Schwarzwald
vom Verband Freier Radios Österreich: www.freie-radios.at

25Mai2015

Zwei Reizwörter: “Fachtagung und Schule” – was soll daran bitte spannend sein? Wir machen Radio mit Kindern und Jugendlichen in der Schule. Als freie, als spielerische Lernform. Und genau so ist diese Sendung entstanden. Gemacht wurde diese Sendung von den TeilnehmerInnen der Tagung – von Radio-LehrerInnen und von RadiomacherInnen der Freien Radios.

Wir haben zwei Tage lang das Mikrofon herumgereicht und offen gelassen, was die Teilnehmer und TeilnehmerInnen damit machen möchten…

Mit dem entstanden Gemeinschaftsprodukt wollten wir zeigen, was wir mit den Kindern und Jugendlichen in den Schulen auch tun – sie anregen zum freien Gestalten von Radiosendungen.

Freie Radios haben die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen immer sehr ernst genommen. Weil wir sie dazu bringen möchten Medien nicht nur zu konsumieren, sondern auch selbst zu gestalten. Nun wissen wir auch, dass Kinder und Jugendliche nicht von selbst in die Radios kommen und sich die Mikros schnappen – es braucht schon Geduld und jede Menge Arbeit. Wie wir das machen können – das Interesse am Radio zu wecken und immer wieder anzufachen – das war das Thema der Fachtagung “Radio und Schule”. Aufgezeichnet am 15.05 und 16.05. 2015 in Seekirchen am Wallersee, bei der Fachtagung “Radio und Schule”. Gestaltung und Moderation: Walther Moser.

Ein besonderes Danke Schön an die “Seekirchen Allstars”, die diese beiden Sendungen gemacht haben: Christian Berger, Richard Cieslar, Irena Cvetkovics, Florian Danhel, Dave Dempsey, Karen Engel, Daniela Fürst, Karin  Gregorich, Thomas Hein, Wolf Hilzensauer, Angelika Hödl, Susanne Huber,  Ruth Kanamüller, Anna Maria Körbisch, Gabriele Leitner, Cheyenne Mackay, Elisabeth Neubacher, Philippa Plochberger, Catarina Pratter, Erika Preisel, Christa Reitermayr, Rudi Schwarzenberger, Nadine Senekowitsch, Katharina Sontag, Carla Stenitzer

Mehr Infos zum Thema Radio und Schule und auch die Dokumentation der Fachtagung 2015 gibt es auf dem Blog radiobox.at

 
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