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20Okt2016

Flucht einst und jetzt. Historische Blickwinkel auf Fluchtbewegungen aus und nach Europa.
Ein Programmschwerpunkt der Freien Radios in Österreich.

Am Nationalfeiertag, den 26. Oktober 2016, von 08:00 bis 18:00 Uhr.

Fluchtgeschichten sind auch Teil unserer Geschichte(n)
Ein gemeinsamer Programmschwerpunkt der Freien Radios in Österreich beleuchtet Fluchtbewegungen aus und nach Europa, aber auch innerhalb Europas einst und jetzt.

Vor drei Jahren, am 3.Oktober 2013 strandete ein Flüchtlingsboot vor der Insel Lampedusa und forderte 300 Todesopfer.
Das war der Zeitpunkt an dem das Massensterben entlang der EU-Außengrenzen medial aufgegriffen und somit für die breite Bevölkerung sichtbar gemacht wurde. Seitdem erlebt Europa eine sogenannte "Flüchtlingskrise".

Seit 2015 gibt es eine verstärkte Fluchtbewegung in und durch europäische Staaten, mehr als eine Million Menschen versuchten die Einwanderung nach Europa. Die EU reagierte mit verstärktem Grenzschutz, Repressionen und Gewalt, die einzelnen Regierungen scheinen völlig überfordert zu sein und setzen auf Panikmache statt auf solidarische Maßnahmen.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Fluchtbewegungen nichts Neues sind.
Vor allem auch in Österreich: Shoa, Flucht aus Ungarn oder vor dem Balkankrieg gehören zur Geschichte dieser Region.
So gab es zwischen 1945 und 1950 allein in Österreich ca. 1,6 Millionen sogenannte Displaced Persons, also Flüchtlinge, ehemalige Zwangsarbeiter*innen und befreite Insassen von Konzentrationslagern.

8:00-9:00
Flucht und Forschung – Lernen aus der Vergangenheit?
(Freirad - Innsbruck)

Drei Interviews mit ExpertInnen unterschiedlicher Fachbereiche:
1. Flucht und Migration nach der Auflösung des K&K-Vielvölkerstaats und die Auswirkung auf verschiedene Sprachgruppierungen bzw. Ethnien. 2. Stellenwert und (historischner) Zusammenhang von Sprache und Flucht & Vertreibung.
3. Ein archäologischer Blick auf frühere und heutige Fluchtbewegungen.
SendemacherInnen: Carolin Vonbank, René Foidl, Hemma Übelhör.

9:00-10:00
FLUCHTPUNKTE – Literarische Miniaturen aus dem Exil
(Freies Radio Salzkammergut)

Fünf literarische Miniaturen widmen sich den sprachlichen, geographischen und geschichtlichen Fluchtpunkten vertriebener und geflüchteter LiteratInnen.
Die 5-teilige Sendereihe stellt fünf SchriftstellerInnen vor, die ihre Sprachheimat verlassen haben.

Jeweils ein Beitrag ist Hilde Spiel und Bruno Schwebel gewidmet. In den 1930er Jahren flohen sie vor dem Nationalsozialismus aus Österreich. Ruth Weiss verließ das nationalsozialistische Deutschland. Österreich wurde für sie nur Zwischenstation auf ihrer Flucht; ihr gilt dir dritte Sendung der Reihe. Mit Seher Cakir und Amir Ibrahim werden schließlich zwei zeitgenössische AutorInnen vorgestellt, die derzeit in Österreich leben und arbeiten.
Diese Einblicke in Lebenserinnerungen, Lebensumstände und politische Zustände machen geschichtliche und literarische Analogien von damals und heute hörbar. Parallelen sind nicht zu überhören, sowohl die individuelle Betroffenheit als auch die aktuellen politischen Zusammenhänge. In den Beiträgen, Texten und Biografien der AutorInnen begegnen uns immer wieder Begriffe wie Exil, Flucht, Vertreibung und Asyl.

10:00-11:00
Flucht, Vertreibung und Neubeginn
(Radio FRO - Linz)

1945/1946 wurden etwa drei Mio. Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei unter Androhung und Anwendung von Gewalt zum Verlassen ihrer Heimat, in der ihre Vorfahren Jahrhunderte gelebt hatten, gezwungen oder sind vorher geflüchtet. Ebenso erging es Donauschwaben und Banatern im ehemaligen Jugoslawien bzw. Ungarn.

In der Sendung berichten Zeitzeuginnen von Flucht und Vertreibung im Kindesalter, später Geborene geben Erzählungen ihrer Mütter und Väter wieder. Frauen erinnern sich an das Zusammenleben mit damals Vertriebenen/Geflüchteten.
Der Verlust der Heimat ist auch Drama unserer Zeit und lässt sich nicht ausblenden: Ein Blick nach Lesbos und Worte von Asylwerbern zeugen davon.

11:00-12:00
Über "Wirtschaftsflucht" AUS Österreich und Menschen, die kommen, um zu bleiben.
(Radiofabrik - Salzburg)

Der Blick zurück zeigt, dass Österreich schon immer sowohl Ein- als auch Auswanderungsland war und dass wir für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Gesellschaft ein respektvolles Miteinander brauchen. Wir sprechen mit ExpertInnen über Fluchtbewegungen in der Zwischenkriegszeit aufgrund ökonomischer Zwänge, sowie über Herausforderungen für die gegenwärtige Flüchtlingshilfe.
Gestaltung der Sendung: Patrick Bohn, Susanne Höll, Su Imhof, Karo Lehner.

12:00-13:00
Das verschwundene Sudetenland
(Freies Radio Freistadt)

Ungefähr drei Millionen „Sudetendeutsche“ wurden 1945/1946 aus der Tschechoslowakei vertrieben. Die historischen Grundlagen des Konflikts zwischen Deutschen und Tschechen und die Eskalation der sogenannten „Böhmischen Frage“ versucht Christoph Lettner, Geschäftsführer vom „Green Belt Center“ in Windhaag bei Freistadt zu beleuchten.

13:00-14:00
Was bleibt? 25 Jahre Flucht nach den Jugoslawien-Kriegen
(Freies Radio B138 - Kirchdorf)

In der Sendung werden verschiedene Blickwinkel auf die Flucht in den 1990er Jahre auf Grund der Jugoslawien-Kriege eingenommen.
Es wird versucht Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur heutigen Fluchtbewegungzu ziehen.
Abgerundet wird die Sendung durch eine Fluchtgeschichte vom Balkan nach Österreich aus der Zeit des zweiten Weltkriegs.

14:00-15:00
Schattentheater als Hörspiel
(Campus & City Radio St. Pölten)

Schriftstellerin Luna Al-Mousli hat ihre Kindheit in Damaskus verbracht. Vor 12 Jahren begann ihre Reise in ein neues Leben.
Asylkoordinator Herbert Langthaler danach im Gespräch zu den unterschiedlichen Bedingungen für nach Österreich Geflüchtete in den letzten 25 Jahren und Fluchtbewegungen im Laufe der Zeit. Den Abschluss des Beitrags bildet eine aktuelle Flucht-Aufarbeitung von Betroffenen: ein Schattentheater als Hörspiel. Sendungsgestaltung: Maggie Haslinger-Maierhofer

15:00-16:00
Willkommen unter der Bedingung, dass...
(Radio ORANGE 94.0 - Wien)

In heutigen Debatten rund um Fluchtbewegungen wird oft an Österreichs Unterstützung von Flüchtlingen aus ehemals kommunistischen Ländern erinnert. Einerseits wird argumentiert, dass sich Österreich bereits unter schwierigeren Bedingungen aufnahmebereit gezeigt hat, andererseits argumentieren andere mit Rückgriff auf das gleiche Beispiel, dass die Republik wirklichen Schutzsuchenden hilft, nicht „Wirtschaftsflüchtlingen“. Zweifellos bilden die Ereignisse aus der Zeit des Eisernen Vorhangs den Gründungsmythos der 2. Republik.
Ob zurecht - mit dieser Frage beschäftigt sich die Sendung von ORANGE 94.0.

16:00-17:00
In der Mitte und am Rand
(Radio Freequenns - Liezen)

Das steirische Ennstal lag immer und liegt auch jetzt noch weitab der Metropolen und nationaler Grenzen, aber auch der umkämpften Fronten der beiden letzten Kriege. Dennoch haben sich häufig Menschen in dieser fernen Gebirgsregion niedergelassen, seien es die Ausgebombten aus Wien, Linz etc., DPs (displaced persons) nach dem 2. WK oder die gegenwärtig Asylsuchenden aus Vorderasien …

17:00-18:00
Fluchtbewegungen: Fliehen, Schleppen, Schleusen
(Radio Helsinki - Graz)

Manfred Wieninger erzählt im Roman „Die Banalität des Guten“ von Feldwebel Schmid, dem ersten ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, der von der Holocaust-Erinnerungsstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet wurde.
Daniel Zipfer erzählt in „Eine Handvoll Rosinen“ von Flüchtlingen, Schleppern und Asylbürokraten in Österreich.heute.

15Aug2016

Vortrag und Diskussion ab August in Wien, Graz und Linz

Im Rahmen des zivilgesellschaftlichen Engagements für Flüchtlinge bemühen sich alle Freien Radios und Community TVs Flüchtlingen im Rahmen des nichtkommerziellen Rundfunks eine eigene Stimme zu geben. Die Bandbreite der Aktivitäten reicht dabei von eigenen Radioworkshops in arabischer Sprache bis zu regelmäßigen Sendungen, die von Asylsuchenden gestaltet werden. Eine eigene Stimme im neuen Lebensumfeld zu bekommen und als Mensch wahrgenommen zu werden ist wichtig für eine erfolgreiche Ankunft in Österreich. Die Medienarbeit mit Menschen, die vor Krieg und Not geflohen sind, gelingt bei den besten Intentionen aber bei weitem nicht immer als Beitrag zum Empowerment der Betroffenen. Die wenigsten in der Freien Medienarbeit Engagierten haben die Voraussetzung zu erkennen wer unter den Folgen traumatischer Erlebnisse leidet und was das für die Arbeit mit den oft jungen, unbegleiteten Flüchtlingen bedeutet. Immer wieder kommt es so bei den besten Intentionen auch zu Enttäuschungen bei UnterstützerInnen und das Engagement leidet.  
Im Rahmen dieser Veranstaltung bekommen MedienaktivistInnen und UnterstützerInnen, die mit Flüchtlingen arbeiten, Einblick in das Feld Flucht und Trauma und werden aktuelle Situationen aus der engagierten Medienarbeit mit Asylsuchenden bearbeitet. 

Referent
Isaias Costa ist  Psychotherapeut und Traumaexperte www.tzg.at/isaias.costa

Termin und Ort
Die Veranstaltung wird an 3 Terminen in Linz, Wien und Graz in Kooperation mit den Freien Radios abgehalten.
Linz: 31. August 2016, 17-20 Uhr bei Radio FRO, Kirchengasse 4
Wien: Infos folgen.
Graz: 16. September, 14 - 17 Uhr, Info zum Ort folgt.

Informationen und Anmeldung

Anmeldung für Linz: http://www.fro.at/index.php?ordner_id=16&show_form=true
Anmeldung für Wien: Infos folgen.
Anmeldung für Graz: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

07Apr2016

Das aktuelle Präventionsprogramm von Gerald Koller
Was jede/r von uns tun kann, damit die Flucht ein gutes Ende nimmt

MONTAG, 18. April 2016 um 19:30 Uhr in der  SPES-Zukunftsakademie

Europa verändert sich, wie können wir einander helfen um uns in dieser Veränderung zu bewähren?

Mut zur Lücke zu haben, ist gerade in Zeiten wie diesen eine lebensweise Lebensweise. Sie entwickeln wir nicht durch Bewahrung all dessen, was uns weltweit in die Misere der Gegenwart gebracht hat. Sie entwickeln wir, wenn wir bereit sind, uns zu bewähren: durch Klarblick, Solidarität und Dialog zwischen uns allen, für die diese Erde ihr einziger Lebensraum ist.

Der Abend lädt ein, Fragen zu stellen und Ideen und Initiativen für eine gute Zukunft einzubringen, damit auch unsere Kindern und Kindeskinder eine lebenswerte Welt vorfinden - und zwar unabhängig davon wie man zum Thema Flucht und Asylwerber steht...

 Der Referent Gerald Koller ist international anerkannter Risikoexperte und Gestalter von Präventionsmodellen zur mentalen und sozialen Gesundheit. Er ist Gründer des Forum Lebensqualität, der Eurpäischen Gesellschaft für innere Sicherheit sowie Vorstandsmitglied und Kurator verschiedener Einrichtungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich. Von Ashoka, der weltweit größten Organisation für soziale Innovation, wurde Gerald Koller zum Ashoka Fellow berufen.

Freiwillige Spenden
Keine Anmeldung erforderlich

28Mär2016

In der Woche vom 28. bis 31. März stellen wir in einem Themenschwerpunkt  “Neue Stimmen im Kremstal" vor

Tanja Landerl und Mike Schedlberger beschäftigen sich in dieser Sendereihe damit wie sich die weltweite Flüchtlingskrise im Bezirk Kirchdorf niederschlägt. Dazu werden sowohl die Behördenseite, als auch FlüchtlingskoordinatorInnen und freiwillige HelferInnen befragt und zu Wort kommen.

Von 16:07 bis 17:00 Uhr kannst du nächsten Montag bis Donnerstag Interviews aus der eigenen Umgebung hören und dir eine Meinung bilden!

04Feb2016

Welche Faktoren tragen zum Gelingen von Medienarbeit mit Flüchtlingen bei?

An vielen Orten in Österreich wird versucht, Flüchtlingen den Zugang zu Freien Medien zu ermöglichen. Und das oft schon seit vielen Jahren. Die aktuelle Flüchtlingssituation hat das Thema aber auch in den Freien Radios Community TVs wieder in einen neuen Aufmerksamkeitsfokus gesetzt.

Wir freuen uns, dass wir am 4. Februar unsere KollegInnen aus ganz Österreich bei uns in Kirchdorf begrüßen können. Bei unserem Workshop werden uns damit beschäftigen, wie wir die alternative/kritische Berichterstattung zum Thema Flucht und Migration weiterhin umsetzen können: Wir werden gemeinsam Erfahrungen und Ideen rund um die Arbeit mit Flüchtlingen austauschen und die Gelegenheit nutzen, unsere aktuellen Konzepte zu besprechen und uns über neue Sendungsformate für gelingende Kooperationen Gedanken machen.

Der 4. Februar verspricht, ein spannender Tag zu werden! Weitere Infos zum Workshop findest du hier.

 
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